«Was wär ich, ohne dass ich täte, was ich bin.»

Lukas Vogelsang, Chefredaktor und Verleger zum Tod von Gerhard Johann Lischka (1943 – 2026)

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  • Hört end­lich auf mit den Griechen!

    Hört end­lich auf mit den Griechen!

    Wäh­rend der Pro­duk­ti­on der letz­ten Aus­ga­be von ensuite stiess ich beim Plat­zie­ren eines Bil­des von Han­nah Are­ndt in der Bild­le­gen­de auf den Auf­nah­me­ort: «1. Inter­na­tio­na­ler Kul­tur­kri­ti­ker-Kon­gress» in Mün­chen, 1958. Die Fra­ge stell­te sich umge­hend: Gab es wei­te­re Kon­gres­se, und was wur­de an die­sem Kon­gress bespro­chen? Damit begann eine inten­si­ve Begriffs­auf­ar­bei­tung. Und gleich vor­weg: Nein, es gab nie mehr einen Kul­tur­kri­ti­ke­rIn­nen-Kon­gress. Das müs­sen wir nachholen. Aber ken­nen Sie, lie­be Lese­rIn­nen, noch Kul­tur­kri­ti­ke­rIn­nen? Nein, das sind nicht jene, die Kunst kri­ti­sie­ren, son­dern jene, die den Begriff Kul­tur aus dem gesell­schafts­un­ter­hal­ten­den Teil wie­der her­aus­ope­riert haben und im Sin­ne der «Alte­ra Natu­ra» (Latei­nisch für… ... weiterlesen....

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  • Kul­tur und Nachhaltigkeit

    Kul­tur und Nachhaltigkeit

    Der Begriff Nach­hal­tig­keit ist in der Defi­ni­ti­on vor allem besetzt durch öko­lo­gi­sche, ener­ge­ti­sche und mora­li­sche The­men. In der Kul­tur­för­de­rung wird «nach­hal­tig inves­tiert», und man meint damit Gebäu­de­ma­nage­ment, Betriebs­öko­no­mie, sozia­le Teil­ha­be und fai­re Anstel­lungs­be­din­gun­gen. Ziel die­ser Nach­hal­tig­keits­de­fi­ni­tio­nen sind lang­fris­ti­ge, kri­sen­fes­te Finan­zie­rungs- und Orga­ni­sa­ti­ons­mo­del­le für Kul­tur­ein­rich­tun­gen. Doch das Wich­tigs­te geht kom­plett vergessen. Jähr­lich inves­tie­ren wir als Gesell­schaft in der Schweiz gemein­sam Geld in die Berei­che Kul­tur und Kunst, in die Krea­tiv­wirt­schaft, um so das imma­te­ri­el­le, geis­ti­ge Wachs­tum der Gemein­schaft vor­an­zu­trei­ben. Wir wol­len mit­ein­an­der und von­ein­an­der ler­nen, uns gemein­sam aus­tau­schen, mora­li­sche The­men dis­ku­tie­ren, debat­tie­ren und so als mün­di­ge Men­schen wei­ter­kom­men. Die Idee ist,… ... weiterlesen.

  • Sturm- und Fall­hö­hen ero­ti­scher Frauenfantasien

    Sturm- und Fall­hö­hen ero­ti­scher Frauenfantasien

    «Allein gelas­sen von mei­nem Seg­ler, ging ich in den letz­ten Wochen öfter in die Bar Mona­co. Da traf ich IHN. Dunk­le, locki­ge Haa­re, dich­te Augen­brau­en, Hän­de, die zupa­cken kön­nen; die Mus­keln spiel­ten unter sei­nem eng anlie­gen­den Shirt. Sein Geruch war herb, er war gross, jung, und wäh­rend ich den Schaum mei­nes Cap­puc­ci­nos leck­te, ver­schlang er mich mit sei­nen Bli­cken. Ein süf­fi­san­tes Lächeln umspiel­te sei­ne Lip­pen, als ich mich auf den Weg zur Toi­let­te erhob – und da war er plötz­lich, ganz nah. Ich spür­te sei­nen Kör­per an mei­nem Rücken und wur­de bei­na­he ohnmächtig.» Kei­ne Angst, lie­bes Publi­kum, ich bin nicht… ... weiterlesen.

  • Der Unter­gang der guten Absich­ten: Lio­nel Shriver

    Der Unter­gang der guten Absich­ten: Lio­nel Shriver

    Lio­nel Shri­ver ist gross­ar­tig, aber in Deutsch­land ist ihr Stern schon lan­ge gesun­ken. Als Til­da Swin­ton 2011 die ein­drück­li­che Rol­le der Mut­ter eines Amok­läu­fers spiel­te, in einem Film basie­rend auf dem Roman Shri­vers, war dies noch anders. Der Deutsch­land­funk lieb­te Lio­nel Shri­ver, die sich einen Män­ner­na­men gab, um über­haupt publi­zie­ren zu kön­nen, über alle Mas­sen. Auch noch 2018 lob­te der Deutsch­land­funk den dys­to­pi­schen Roman Shri­vers «Eine ame­ri­ka­ni­sche Fami­lie». Herr­lich «poli­tisch unkor­rekt» und amü­sant sei die Geschich­te, die doch unfass­bar düs­ter aus­fällt. Seit Shri­ver jedoch mit «Mania» einen bis­si­gen Roman über das Feuil­le­ton sel­ber ver­fasst hat, hören wir nichts mehr von den… ... weiterlesen.

  • «nice to have!»

    «nice to have!»

    Ich suche seit Jah­ren nach poli­ti­schen Erklä­run­gen, war­um Kul­tur und Kunst so wich­tig sind. Das klingt aus der Feder des Chef­re­dak­tors der gröss­ten Kul­tur­zeit­schrift der Schweiz, der seit einem Vier­tel­jahr­hun­dert ein rie­si­ges Archiv an Bei­trä­gen zu Kul­tur und Kunst ver­öf­fent­licht hat, sicher eigen­ar­tig. Par­al­lel sehen und spü­ren wir aber alle, dass da irgend­wo ein Feh­ler im Sys­tem ist: Wir inves­tie­ren als Gesell­schaf­ten jähr­lich Mil­lio­nen in «Kul­tur», doch irgend­wie geht’s nicht vor­an. Und ohne Kul­tur, das sehen wir zur­zeit ganz gut in der Welt, zer­bre­chen Gesell­schaf­ten. Ein Arti­kel, der schon seit 25 Jah­ren geschrie­ben wer­den müss­te: Durch ein Gespräch mit einem… ... weiterlesen.



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